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Was muss bei der Nutzung von Silikatfarbe für den Keller beachtet werden?

Der Keller ist einer der Räume im Haus, die die verschiedensten Aufgaben erfüllen. Manche nutzen ihn als Bereich für Hobby und Spaß, bei anderen ist er ein reiner Abstellraum, in dem Dinge auf Dauer oder für kurze Zeit gelagert werden. Doch auch hier muss hin und wieder ein neuer Anstrich erfolgen. Dabei stellen sich viele Frage, denn je nach Gebäude, kann jeweils ein anderes Farbsystem genutzt werden. All dies ist aber abhängig vom Alter und von der Konstruktionsweise des Kellers. Doch worauf gilt es dabei zu achten und ist Silikatfarbe für den Keller wirklich die beste Wahl oder gibt es Alternativen, die einen besseren Erfolg versprechen?

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Keller ist nicht gleich Keller

Im Grunde muss zuerst einmal klar gestellt werden, dass Keller nicht gleich Keller ist. Handelt es sich zum Beispiel um einen Neubau oder zumindest um ein Gebäude, dass noch in den sechziger Jahren errichtet wurde, liegt diesen Kellern eine andere Konstruktionsweise zugrunde als wenn es sich um Wahre Altbauten oder gar Häuser aus der Gründerzeit handelt. Bei modernen Kellern können eigentlich alle Farben zum Einsatz kommen, denn recht gute Systeme wie Dampfsperren oder andere Versiegelungsmaßnahmen halten die Feuchtigkeit draußen und sorgen für einen guten Untergrund, der sich für jeden Anstrich eignet. Natürlich kann auch hier Silikatfarbe zum Einsatz kommen, denn diese bietet eine lange Lebensdauer und verringert die Häufigkeit der Renovierungsmaßnahmen deutlich.

Doch bei Altbaukellern sieht dies ganz anders aus. Alte Keller wurden als fester Bestandteil der Klimatisierung der Gebäude konzipiert. Hier kommen oft Steine zum Einsatz, die entweder nur teilweise oder aber gar nicht bearbeitet wurden, da es sich bei den Fundamenten um Naturstein handelt. Somit sind diese Gebäude vielen verschiedenen Einflüssen ausgesetzt, wobei Sickerwasser oder Grundwasser die größten Hürden darstellen. Auch stehendes und nur langsam versickerndes Wasser und die Kellerwände herum, kann dabei ein Problem darstellen. Dabei dringt ständig Feuchtigkeit von außen nach innen, denn die Wände wurden dazu konzipiert, eine hohe Diffusion zu erreichen. Hierdurch kann die Nässe aus dem ganzen Haus entweder über den Keller entweichen oder aber auf dem umgekehrten Wege bis zum Dach aufsteigen. Dies alles sorgt für eine hervorragende Entlüftung und verhindert in der Regel die Bildung von Schimmel.

Wie können solche Kellerwände gestrichen werden?

Hier fangen die Probleme dann schon an, wenn man Silikatfarbe für den Keller oder andere Farbsysteme aufbringen will. In jedem Fall können Dispersionsfarben ausgeschlossen werden, denn dass, was als Ärgernis betrachtet wird, hat durchaus seinen Sinn. Dispersionsfarbe verschließt die Poren im Gestein und verhindert somit, dass die Feuchtigkeit aus dem restlichen Mauerwerk nach außen gelangen kann. Dies würde unweigerlich zur Bildung von Schimmel führen.

Allerdings kann hier Silikatfarbe für den Keller Abhilfe schaffen, denn diese verschließt die Poren nicht und besitzt eine sehr hohe Diffusionsdurchlässigkeit. Somit kann die Nässe nach außen abgeführt werden und frischer Sauerstoff eindringen, ohne dass die Bildung von Schimmel erwartet werden muss. Allerdings sollte man auf Kalkfarben vollständig verzichten, auch wenn die alte Kellerwand eventuell sogar gekalkt war. Hier darf man dann aber auch beobachten, wie der Putz von den Wänden bröselt oder sich die Farbe einfach löst. Die Kalkfarben ziehen sich voll mit Wasser und verlieren so schnell ihre Stabilität in der Struktur.

Silikatfarbe für den Keller kommt aber auch mit der Feuchtigkeit sehr gut zurecht, denn durch die Tatsache, dass sich diese chemisch mit dem Untergrund verbindet, kann auch Wasser ihr nichts anhaben. Allerdings nur dann, wenn der Untergrund auch dafür geeignet ist.

Was muss bei der Nutzung von Silikatfarbe für den Keller beachtet werden?

Was muss bei der Nutzung von Silikatfarbe für den Keller beachtet werden?

Zum ersten muss der Untergrund überprüft werden, denn einfach ist das Auftragen der Farbe in keinem Fall. Hier darf es sich nicht um Gipsputz oder Lehmputz handeln. Auf diesen Untergründen kann die Farbe nicht abbinden und es kommt unweigerlich dazu, dass die Silikatfarbe für den Keller in großen Bereichen abblättert. Handelt es sich aber um Kalk oder gar reinen Stein, kann die Farbe definitiv aufgetragen werden.

Im Idealfall sollte für die Silikatfarbe für den Keller die Wand dazu noch einmal abgeschliffen werden. Auch kann eine entsprechende Grundierung nicht schaden, denn diese sorgt für einen besseren Halt und bietet die sofortige Möglichkeit, dass die Silikatfarbe abbinden kann. Hier sollte man darauf achten, dass die Grundierung mit Kaliumsilikat versetzt ist, was das Trocknen sehr beschleunigen kann.

Letztlich muss je nach Untergrund damit gerechnet werden, dass eventuell zwei Anstriche erforderlich sind. Zwar decken die Silikatfarben für den Keller hervorragend ab, allerdings kann es auch dazu kommen, dass manchen Stellen die originale Farbe des Steins noch hindurchschimmert, denn nicht immer findet die Verkieselung in der gleichen Geschwindigkeit und Intensität statt. Daher sollte die Silikatfarbe für den Keller nach dem ersten Anstrich erst trocknen und dann noch einmal überstrichen werden.

Dispersionssilikatfarben – Eine Alternative

Dispersionssilikatfarben können natürlich auch im Bereich des Kellers eingesetzt werden. Doch stellen diese wirklich eine Alternative für den Keller dar? In modernen Kellern ist die natürlich kein Problem, denn durch installierte Dampfsperren und die Vollisolation vor Wasser, kann hier fast jede Farbe aufgetragen werden. Auf der anderen Seite müssen bei älteren Kellern natürlich andere Maßstäbe angesetzt werden.

Hier sollte bedacht werden, dass die Wände in der Regel immer einen gewissen Anteil an Wasser und Feuchtigkeit erhalten. Da Dispersionssilikatfarbe aber über einen gewissen Anteil an Lösungsmitteln verfügen, kann hier das Trocknen durchaus wesentlich mehr Zeit in Anspruch nehmen, als dies bei modernen Wänden der Fall ist. Daher sollte dafür gesorgt werden, dass die Farbe auf einem trockenen Untergrund gestrichen wird. Andernfalls verhalten sich die Dispersionsfarben so, als würden sie verdünnt werden, was die Leuchtkraft und die Farbintensität durchaus beeinträchtigen kann.

Auch wenn die Möglichkeit besteht, sollte auch im Keller niemals Dispersionssilikatfarbe auf Gips- oder Lehmputz gestrichen werden. Hier kann die Feuchtigkeit zu einem sehr schnelle Abblättern der Farben führen, was im schlimmsten Fall bedeutet, dass der gesamte Putz von den Wänden geholt werden muss.

Fazit – Eine Beratung ist Pflicht

Wer seinen Keller streichen möchte, der sollte sich in jedem Fall beraten lassen. Bei einem Neubau oder einem Gebäude, dass erst wenige Jahre alt ist, ist dies natürlich nicht erforderlich, aber besonders bei Altbauten sollte ein Experte einen Blick auf das Material werfen, um eine genaue Einschätzung zu bieten. Andernfalls können die erhofften Ergebnisse zu einem unerwünschten Ergebnis führen. Besonders Silikatfarbe für den Keller benötigt hier einen gewissen Kenntnisstand, der in der Regel bei Fachleuten gegeben ist. Es gilt, immer zu bedenken, dass bei falscher Behandlung Probleme wie Schimmel im raum stehen können.

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Kommentare

Thomas & Carina 7. Februar 2019 um 14:57

Hallo,
wir werden im Kellerraum in dem auch Waschmaschine und trockenr ihren Platz haben eine Sauna, Dusche und wenn Platz reicht einen Whirlpool instalieren. 2 Wände sind Außenwände, alle 4 Wände sind mit LUP222 verputzt und besitzen einen weißen licht groben überputz. Die Decke ist Betonplatte. Wie sollen wir Wände und Decke vorbereiten
Welchen Untergrund sollen wir streichen und welche Farbe verwenden

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