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Warum beschlagen die Fensterscheiben wenn man Silikatfarbe verarbeitet?

Silikatfarbe ist langlebig und beständig. Aufgrund ihrer Eigenschaften lässt sich diese nicht mehr von einem Untergrund entfernen, denn sie geht eine direkte chemische Verbindung mit diesem ein. Dieser Prozess wird als Verkieselung bezeichnet. Doch viele Anwender wundern sich, dass hier ein bestimmter Effekt zu trage tritt. Wenn die Fenster geschlossen sind, dann beginnen diese, nach einer gewissen Zeit zu beschlagen. Doch warum ist dies so? Hat dies etwas mit der Zusammensetzung der Farbe zu tun und worauf muss bei diesem Vorgang geachtet werden? Fragen, die vielen Nutzern dieses Farbsystems auf den Lippen brennen. Hier soll eine entsprechende Antwort gegeben werden.

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Ist die Silikatfarbe für das beschlagen verantwortlich?

Die knappe Antwort auf diese Frage lautet ja. Es handelt sich um die Farbe, die das Beschlagen der Scheiben auslöst, wenn sich kein anderer Auslöser im Raum befindet, der hierfür verantwortlich sein kann. Eine Ausnahme wäre es noch, wenn sich in einem relativ kleinen Raum sehr viele Menschen aufhalten und beim Streichen zur Hand gehen. Allerdings ist dieser Effekt dann nur gegeben, wenn die Temperaturen außen sehr niedrig sind und sich deutlich von den Werten im Zimmer unterscheiden. Da das beschlagen aber auch dann ausgelöst wird, wenn beide Werte gleich sind, kann somit nur die Farbe für diesen Effekt verantwortlich sein.

Ein Grund zur Sorge

Allerdings steht hier kein chemischer Prozess der durch die Farbe selbst ausgelöst wird im Raum. Vielmehr handelt es sich einfach nur um ein Wechselspiel der Feuchtigkeit der Luft mit jener, die in der Farbe enthalten ist.

Warum beschlagen die Fensterscheiben wenn man Silikatfarbe verarbeitet?

Sofort nach dem Öffnen des Gebindes entweicht Feuchtigkeit in die Luft. Diese wird von den Molekülen aufgenommen. Dies bedeutet, dass die Luftfeuchtigkeit kontinuierlich ansteigt. Dieser Prozess wird durch das Streichen der Wand noch verstärkt, denn die ablaufende chemische Reaktion der Verkieselung erzeugt ein gewisses Maß an Wärme, wobei hierdurch die Verdunstung beschleunigt wird. Ab einem bestimmten Zeitpunkt ist die Luft im raum vollständig gesättigt, sodass sich die Nässe als Niederschlag an den Fenstern aber auch an anderen Gegenständen im Raum zeigt.

Dieser Prozess verläuft umso schneller, je kleiner der Raum ist, in dem grade die Arbeiten durchgeführt werden. Dabei treten keine giftigen Substanzen in die Luft aus, sodass auch keine gesundheitlichen Bedenken im Raum stehen müssen.

Nicht nur bei Silikatfarbe

Allerdings tritt dieser Effekt nicht nur bei Silikatfarbe auf. Auch bei normaler Dispersionsfarbe kommt es zum Beschlagen der Scheiben. Allerdings dauert es hier für gewöhnlich länger, denn aufgrund der anderen Wirkungsweise wird nicht so viel Wärme erzeugt. Die Dispersionsfarbe bindet durch einen physikalischen Prozess ab, bei dem die Lösungsmittel in der Farbe verdunsten. Hierbei entsteht deutlich weniger Wärme, als beim Abbinden der Silikatsysteme. Dennoch ist auch bei diesem Prozess die Luft ab einem bestimmten Zeitpunkt vollständig gesättigt.

Gegenmaßnahmen

Die effektivste und vor allem simpelste Methode, dem Problem mit der Feuchtigkeit Herr zu werden, ist das Lüften. Im Winter sollte dabei nur stoßgelüftet werden, da die Kälte den Prozess der Verkieselung verlangsamen kann. Im Sommer kann aber eine Dauerlüftung erfolgen, sodass hier die Feuchtigkeit, schon während der Arbeit vollständig entweichen kann. Auf diese Weise kann der Prozess der Abbindung enorm beschleunigt werden.

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Kommentare

Agnes Gabrys 10. Januar 2019 um 21:44

Hallo,

Kannst du mir den Unterschied zu der „Wohlfühlweiss“ Mineralfarbe von Schöner Wohnen erklären u d kann ich diese im Keller nutzen (Haus von 1964 ,höchstwahrscheinlich mit Kalkfarbe gestrichen ),da der Zahn der Zeit an dem Wandanstrich genagt hat ?

Herzlichen Dank

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