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Silikatfarbe Kamin 

 

Der Kamin ist das lauschige Plätzchen im eigenen Heim. Eine angenehme Wärme und ein wundervolles Licht sind nur zwei Gründe, warum viele Menschen dieses Inventar besonders schätzen. Doch was ist, wenn der Kamin einmal einen neuen Anstrich benötigt? Hier müssen viele Dinge bedacht werden, denn in der Regel vertragen sich Feuer und Farbe nicht besonders gut. Doch kann Silikatfarbe für den Kamin hier eine Lösung sein? Bietet sie einen guten Halt auf der Oberfläche, auch wenn es sich um besonders heiße Bereiche handelt? Diese Fragen sollen an dieser Stelle geklärt werden, damit der Anwender keine bösen Überraschungen erlebt.

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Was ist generell zu beachten?

Generell muss man sich die Bauweise eines Kamins vor Augen führen. Bei diesem handelt es sich nicht um ein Objekt, das eine relativ konstante Oberflächentemperatur besitzt, sondern dessen Gestein immer wieder wechselnden und zu Teil sehr extremen Werten ausgesetzt ist. Daher kann sofort gesagt werden, dass Dispersionsfarbe an dieser Stelle schon einmal ausscheidet. Diese würde sich durch die einwirkende Hitze einfach von der Oberfläche lösen und in großen Streifen abblättern. Ähnlich wie bei einem Heißluftföhn, mit dem Lacke von Türen entfernt werden können.

Auch Kalkfarbe bietet hier keine gute Lösung, denn der Kalk wird chemisch in seiner Struktur verändert, was ebenfalls zu einem Lösen von der Oberfläche führt. Je höher die Temperaturen, desto schneller kann der Verfall des Anstriches beobachtet werden. Kalkfarbe basiert zu einem großen Teil auf Wasser und kann auch mit diesem Verdünnt werden. Bei extremer Hitze kommt es zu einer Ausdehnung der Moleküle in der Farbe, was dann das unweigerliche Ablösen bedeuten würde. Auch mit dieser Methode sollte der Kamin nicht gestrichen werden.

Als wichtiger Hinweis an dieser Stelle muss noch gesagt werden, dass die meisten Dispersionsfarben Lösungsmittel enthalten. Zwar verdunsten diese bereits beim Trocknen, aber auch niemals vollständig, sodass durch die Hitze das Lösungsmittel in die Luft gelangen kann. Dies kann zu sehr unangenehmen Gerüchen führen.

Silikatfarbe für den Kamin

Bei Silikatfarbe für den Kamin gibt es diese Probleme aber nicht, denn die Farben sind absolut hitzebeständig. Die Silikatfarbe für den Kamin basiert auf Pigmenten aus Gestein, die natürlich bei den Temperaturen die ein Kaminfeuer erzeugt keine Reaktion zeigen. Zudem bindet die Farbe durch Verkieselung ab, sodass eine physikalisch untrennbare Verbindung zwischen dem Material und den Pigmenten entsteht. Daher eignet sich die Silikatfarbe für den Kamin auch für stellen, die sehr hoher Hitze ausgesetzt sind.

Auch die Farbbrillanz bleibt erhalten, denn die Farben bleichen durch Hitze nicht aus und können somit über eine sehr lange Zeit hinweg ihren hohen Glanz behalten. Zudem sind die Farben resistent gegen Wasser und Wasserdampf, sodass auch verdunstende Feuchtigkeit im Raum oder direkt im Bereich des Kamins keine Auswirkungen auf sie haben. Silikatfarbe für den Kamin ist dabei diffusionsoffen, sodass die Steine weiterhin atmen können und hierdurch ein perfektes Klima beim Übergang der Wärme vom Gestein in den Raum entsteht. Dies trägt zu einem allgemein guten Raumklima bei, denn die Hitzeabgabe wird nicht durch chemische Stoffe beeinträchtigt.

Welche Kamine können gestrichen werden?

Doch die Frage bleibt unbeantwortet, welche Arten von Kaminen mit der Silikatfarbe gestrichen werden können? Kamine bestehen entweder aus Naturstein oder Backstein. In beiden Fällen kann im Grunde Silikatfarbe für den Kamin zum Einsatz kommen. Was bei Natursteinen aber kein Problem darstellt, sieht bei den heute gefertigten Backsteinen oder Bausteinen für diese Zwecke schon ganz anders aus. So sind viele Ziegel lasiert, um eine höhere Lebensdauer zu erreichen und einen Schutz vor dem Verfall durch die Umwelteinflüsse zu bieten.

Was ist generell zu beachten?

Hier wird es mit der Silikatfarbe für den Kamin schon recht problematisch, denn diese verkieselt mit dem übrigen Gestein und schafft so eine Bindung auf chemischer Ebene. Dies ist aber durch eine Lasierung nur sehr bedingt möglich, sodass davon ausgegangen werden muss, dass hier die Farbe auch ohne Hitze an vielen Stellen wieder abblättern wird. Bevor man den Kamin beginnt zu streichen, sollte man sich unbedingt darüber Informieren, ob eine Verkieselung bei den jeweiligen Steinen auch möglich ist. Sollte dies nicht das Fall sein, kann das Entfernen von abgebundenen Farbresten recht schwierig ausfallen, denn lassen sich für gewöhnlich nur durch abschleifen wieder entfernen. Bei Naturstein treten diese Probleme natürlich nicht auf, sofern es sich um Sorten handelt, die einen hohen Silikatanteil besitzen.

Anwendungsweise für Kamine

Silikatfarbe für Kamine kann in der Regel auf Naturstein sofort verwendet werden. Hier ist keine Vorarbeit erforderlich, sofern das Material nicht mit anderen Farben bestrichen wurde. Diese müssen dann zu Beginn entfernt werden. Auf der anderen Seite sollte die Oberfläche nicht zu rau sein, sodass es sich eventuell empfiehlt, diese leicht anzuschleifen, um eine bessere Haftung zu ermöglichen.

Bei einer traditionellen Backsteinbauweise sollte der vormalige Anstrich vollständig entfernt werden. Handelt es sich dabei auch um Silikatfarbe, kann für gewöhnlich einfach darüber gestrichen werden, allerdings sollte hier im Zweifelsfall eine hitzebeständige Grundierung aufgetragen werden. Diese ermöglicht das leichtere Abbinden der Farbe und fördert den Prozess der Verkieselung.

Sollte die Möglichkeit bestehen – dies ist aber keine Notwendigkeit, sondern nur ein guter Vorteil – kann der Kamin auch sandgestrahlt werden. Dies schleift nicht nur die Oberfläche, sondern öffnet auch die Poren, sodass die Verkieselung sehr tief im Gestein stattfinden kann, was die Haltbarkeit nochmals erhöht.

Metalle mit Einbrennlack behandeln

Auch ein Kamin aus Gestein besitzt aber Teile, die aus Metall gefertigt wurden. Hier kann die Silikatfarbe für den Kamin natürlich nicht aufgetragen werden. Daher sollte man an solchen Stellen zu einem Einbrennlack greifen, der der erst bei Hitze so richtig fest wird und sich somit am Ende nicht mehr lösen lässt. Hier kann es sich empfehlen, leicht über die Grenzen des Metalls hinaus zu streichen, um einen sehr guten Übergang zwischen den beiden Farbarten zu erhalten. Dies macht die Verbindung flüssiger und lässt den Farbverlauf deutlich natürlicher erscheinen.

Fazit

Die Silikatfarbe für den Kamin ist leicht anzuwenden und kann zudem auch ohne eine Grundbehandlung sofort auf die Oberfläche aufgetragen werden. Allerdings sollte alte Farben, wenn es sich bei ihnen nicht um Silikatprodukte handelt, vollständig entfernt werden. Zudem sind auch lasierte Ziegel keine gute Grundlage für einen Anstrich, denn hier kann die Verkieselung nicht wirklich stattfinden. Daher sollte man sich im Vorfeld genau Informieren, welche Art von Gestein zum Einsatz gekommen ist und ob der Silikatanteil in diesem für einen entsprechenden Einsatz der Farbe ausreichen ist. Ist dies der Fall, erhält man einen lange haltenden hitzebeständigen Anstrich.

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