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Silikatfarbe Fassade 

 

Die Fassade ist der Teil eines Gebäudes, der am meisten den Einflüssen der Natur ausgesetzt ist. Sie muss Wind und Wetter widerstehen und die Naturgewalten davon abhalten, nach innen einzudringen. Das Gleiche gilt somit auch für die Farbe, die in diesem Bereich verwendet wird. Silikatfarbe für die Fassade ist dabei eine interessante Wahl, denn diese besitzt Eigenschaften, die den Umwelteinflüssen mehr als trotzen kann. Doch was ist dabei zu beachten und wie wird diese Farbe korrekt aufgebracht und angewendet? Fragen, die hier zum Vorteil des Wenders erschöpfend beantwortet werden sollen.

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Die Eigenschaften von Silikatfarbe für die Fassade

An erster Stelle muss geklärt werden, was für Eigenschaften Silikatfarbe für die Fassade eigentlich besitzt. Zum einen besteht ein großer Vorteil darin, dass sie eine sehr lange Haltbarkeit aufweist. Betrachtet man einige Bauten aus der Gründerzeit, die mit dieser Farbe gestrichen wurden, dann kann man erkennen, dass es nicht immer die Farbe ist, die hier an Pracht verliert, sondern eher der Putz, der im Laufe, der Jahre den Naturgewalten nachgegeben hat. Dies liegt daran, dass es sich bei Silikatfarbe eigentlich um Pigmente aus gemahlenen Gestein handelt, die nur sehr langsam von der Umwelt abgeschliffen und zerstört werden.

Zudem verfügt die Silikatfarbe über sehr gute Eigenschaften in der Leuchtkraft und der Farbbeständigkeit. Auch über Jahrzehnte hinweg können nur sehr wenig Einbußen verzeichnet werden. Dies war auch ihr ursprünglicher Zweck, als die Farbe am Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt wurde. Hier sollte sie dazu dienen, wundervolle Bemalungen nach dem Stil italienischer Bauwerke zu ermöglichen. Da dies aber in einem Klima geschehen sollte, dass hierfür nicht so geeignet war, wie jenes der mediterranen Regionen, musste eine neue Technik her, die die bisherigen Farben ersetzen konnte. Die Silikartfarbe war dabei die richtige Entdeckung, denn quasi wird sie aufgrund ihrer Beschaffenheit zu dem Stein, auf den sie aufgetragen wird. Somit ist Silikatfarbe für die Fassade die ideale Wahl.

Die unvermeidlichen Nachteile

Doch wie andere Systeme auch, hat auch die Silikatfarbe für die Fassade einige Nachteile. Zum einen kann sie für gewöhnlich nicht einfach in einem Baumarkt erworben werden. Es handelt es sich hier eher um einen Fachbedarf, denn die Farbe selbst ist alkalische Eigenschaften und kann zu Verätzungen führen. Daher wird diese Farbe in Fachgeschäften für den Malerbedarf angeboten. Der sachgemäße Umgang mit dem Produkt ist entscheidend, sodass in vielen Fällen ein entsprechendes Gewerbe nachgewiesen werden muss. Allerdings wird die Silikatfarbe für die Fassade auch an Privatpersonen veräußert.

Zum anderen muss gesagt werden, dass die Farbe nicht für jeden Untergrund genutzt werden kann, denn durch die spezielle chemische Verbindung in Form einer Verkieselung, kann die Silikatfarbe für die Fassade nur dann eingesetzt werden, wenn es sich auch um eine Fläche aus Silikaten handelt. Genau aus diesem Grund besteht aber auch keine Möglichkeit der späteren Korrektur. Genau jener Prozess, der für ihre hohe Lebensdauer sorgt, ist auch dafür verantwortlich, dass die Farbe mit keinen Mitteln mehr entfernt werden kann. Die Silikatfarbe stellt eine untrennbare Verbindung zwischen dem Untergrund und ihren Pigmenten her. Sie wird quasi selbst zu Stein und kann somit nur durch das Entfernen des Putzes oder das Abschleifen des Mauerwerkes wieder abgetragen werden.

Anwendung der Silikatfarbe für die Fassade

Doch wer hier einen Erfolg erleben will, der muss wissen, wie er die Silikatfarbe für die Fassade richtig anwendet und welche Schritte auch beim Untergrund nicht außer Acht gelassen werden dürfen. Zum einen muss nochmals deutlich gesagt werden, dass die Salikatfarbe nur auf andre Silikate aufgebracht werden kann. Nur hier kann die Farbe mit dem Stein verkieseln. Untergründe wie Holz, Plastik, Metall oder gar Glas, können mit ihr nicht bearbeitet werden. Auch einige Steinarten mit einem geringen Silikatanteil sind dabei ausgeschlossen, sodass ein Anstrich auf Lehm oder Gips nicht durchgeführt werden sollte.

Die Eigenschaften von Silikatfarbe für die Fassade

Die Wand sollte dabei im Vorfeld sauber geschliffen und von allen alten Farbbestandteilen gereinigt werden. Zwar kann mit Silikatfarbe auch andere Farbe überstrichen werden, allerdings kann es dann deutlich länger dauern, bis der Prozess des Abbindens abgeschlossen ist. Nun kann die Farbe vorbereitet werden, bei welcher mit großer Vorsicht und niemals ohne das notwendige Handwerkszeug gearbeitet werden sollte. Schutzbrille und Handschuhe sind dabei Pflicht, denn die Farbe ist stark alkalisch und hat somit einen hohen Säuregehalt, der die Haut stark verätzen kann. Die Farbe muss in der Regel nur in einer Schicht aufgebracht werden. Diese ist sofort deckend und auch der Prozess der Verkieselung setzt umgehend nach dem ersten Anstrich ein. Eventuell sollte an der Fassade im Anschluss nach Rissen in der Farboberfläche gesucht werden.

Bei diesen handelt es sich nicht um Schäden im Gemäuer selbst, sondern lediglich um aufplatzende Farbe, da besonders bei Altbauten nicht immer geklärt werden kann, ob alle Steine aus dem gleichen Material bestehen. Somit kann unter diesen schon einmal ein Exemplar sein, welches keinen hohen Silikatanteil enthält. Hier kann die Farbe dann nicht Abbinden, wodurch ein Riss entsteht. Dieser kann aber für gewöhnlich mit einer Grundierung leicht beseitigt werden.

Grundierung – Ja oder nein?

Doch macht es Sinn, bei Silikatfarbe für die Fassade im Vorfeld eine Grundierung aufzubringen? Die Antwort lautet sowohl ja als auch nein. Es hängt einfach von der Beschaffenheit der Oberfläche ab. Die Grundierung dient dazu, eine bessere Verkieselung auch auf Untergründen mit nicht all zu guten Eigenschaften zu erzielen. Allerdings muss diese trotzdem noch aus stein bestehen und einen gewissen Anteil an Silikaten aufweisen. Liegt so ein Gestein, sollte in der Regel als erstes immer grundiert werden, um eine gute Deckung und Haltbarkeit zu erreichen.

Auf Wänden, bei denen das Material selbst entsprechende Eigenschaften liefert, kann aber auf eine solche verzichtet werden, denn hier sollte die Farbe in der Regel auch ohne diese Vorkehrungen perfekt decken und eine hohe Haltbarkeit erzielen. Im Zweifelsfall kann die Wand zuerst gestrichen und im Nachhinein mit einer Grundierung versehen werden, die dann noch einmal überstrichen werden kann. Ein eleganter Vorgang, der dass vollständige Entfernen von Putz oder das erneute Abschleifen unnötig macht.

Fazit

Silikatfarbe für die Fassade ist eine sehr gute Wahl, denn die Farbe hält sehr lange und kann vielen Wettereinflüssen widerstehen. Allerdings ist ihre Verarbeitung aufwendig, denn es müssen gewisse Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden. Zudem kann Silikatfassadenfarbe in der Regel nur über den Fachhandel bezogen werden, da viele Baumärkte sie aufgrund der hohen Alkalität nicht in ihrem Sortiment führen. Dies macht sie auch recht kostspielig in der Anschaffung. Lohnen wird sich ihr Einsatz aber in jedem Fall.

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